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    Psyche & Ursachen

    Symptome: Warum sie etwas Gutes sind

    Als ich mit fünfzehn das erste Mal einem Therapeuten gegenüber saß, erzählte ich ihm nicht nur von den Selbstmordgedanken, die mich quälten, sondern auch von den Rasierklingen, mit denen ich mir heimlich die Haut aufschnitt. Danach, warum ich mich verletzte, was dahintersteckte oder wie es angefangen hatte, fragte er nicht. Stattdessen begannen wir bereits in der darauffolgenden Sitzung, Alternativen zu finden. Suchten nach Dingen, die ich stattdessen tun konnte, um den Druck in meinem Inneren und die Anspannung auszuhalten. Dinge, die keine bleibenden Narben auf meiner Haut hinterlassen würden. Neun Jahre lang lag der therapeutische Fokus darauf, mit dem selbstschädigenden Verhalten aufzuhören, doch nichts, weder die üblichen Methoden aus schnipsenden…